Ludwig Marcuse, Julius Meier-Graefe, Erich Klossowski und Lion Feuchtwanger im Café Lyon
Serie
- Blatt 13 des „Scrap Book“
Künstler:in
Wilhelm Thöny
(1888 - 1949)
Datenach 1933
MediumTinte, laviert und aquarelliert auf Papier
Display DimensionsBlatt: 17,4 cm × 25,7 cm (174 × 257 mm)
ClassificationsGrafik
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg
Object numberBS 4278_1-67_13
ProvenanceFrank Herrmann, New Jersey (Schwiegervater von Wilhelm Thöny); Thea Thöny; Schenkung von Thea Thöny, Graz (von Thea Thöny als Geschenk zur Eröffnung des Rupertinum vorgesehen. 1983 vom Leiter der Galerie Welz dem Rupertinum übergeben, da Thea Thöny 1980 verstarb)
Collections
Wilhelm Thöny verbringt gemeinsam mit seiner jüdischen Ehefrau Thea die Spätsommer in Sanary-sur-Mer. Der südfranzösische Küstenort zieht seit den 1920er-Jahren Künstler:innen an; nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland 1933 bildet sich dort eine große Exilgemeinde, der unter anderem der Schriftsteller Lion Feuchtwanger, der Kunsthistoriker Julius Meier-Graefe und der Philosoph Ludwig Marcuse angehören. Hier, im „Paradies der Farben“, malt Thöny viel in freier Natur. Gleichzeitig verfolgt er besorgt die sich immer mehr zuspitzende politische Lage in Europa.
„Paris Gambetta“ entsteht wenige Monate bevor die Thönys nach New York aufbrechen. Das Gemälde spielt auf ein historisches Ereignis an: Der französische Staatsmann Léon Gambetta floh 1870 mit einem Heißluftballon aus dem von deutschen Truppen belagerten Paris, um den Widerstand gegen die Besatzer zu organisieren. [Barbara Herzog, 2025]
„Paris Gambetta“ entsteht wenige Monate bevor die Thönys nach New York aufbrechen. Das Gemälde spielt auf ein historisches Ereignis an: Der französische Staatsmann Léon Gambetta floh 1870 mit einem Heißluftballon aus dem von deutschen Truppen belagerten Paris, um den Widerstand gegen die Besatzer zu organisieren. [Barbara Herzog, 2025]
Wilhelm Thöny and his wife Thea, who is Jewish, spend the late summers in Sanary-sur-Mer. The village on the coast of southern France has attracted artists since the 1920s; after the Nazis seize power in Germany in 1933, it becomes home to a large community of exiles, including the writer Lion Feuchtwanger, the art historian Julius Meier-Graefe, and the philosopher Ludwig Marcuse. In this “paradise of colors,” Thöny often paints en plein air. Meanwhile, he follows the news about the mounting political crisis in Europe with acute concern.
He creates “Paris Gambetta” a few months before the Thönys depart for New York. The painting alludes to a historic event: in 1870, the French statesman Léon Gambetta fled Paris, which was besieged by German troops, on a hot-air balloon to organize the resistance to the occupying forces. [Barbara Herzog, 2025]
He creates “Paris Gambetta” a few months before the Thönys depart for New York. The painting alludes to a historic event: in 1870, the French statesman Léon Gambetta fled Paris, which was besieged by German troops, on a hot-air balloon to organize the resistance to the occupying forces. [Barbara Herzog, 2025]
Bibliography
- The Grafik 179Im Blätterrausch : Zeichnungen, Aquarelle, Collagen bis 1945SalzburgMuseum der Moderne Salzburg2010241illustrated
- K Thö 2Wilhelm Thöny : Im Sog der ModerneBielefeldKerber2013S. 207illustrated
- ÖKat Sal MdM 342Im Blätterrausch : Zeichnungen, Aquarelle, Collagen bis 1945SalzburgMuseum der Moderne Salzburg2010241illustrated
Wilhelm Thöny
nach 1933


