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Augapfelkino 1 zeigt: „Narziss + Goldarsch"
Augapfelkino 1 zeigt: „Narziss + Goldarsch"
Augapfelkino 1 zeigt: „Narziss + Goldarsch"
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Augapfelkino 1 zeigt: „Narziss + Goldarsch"

Künstler:in (geboren 1956)
Date2014
MediumSkulptur mit eingebautem Miniaturkino Fotocollage auf Papiermarché, Miniprojektor, 2 Lautsprecher, Ventilator mit Transistor, Stahl, Acryl auf Stromkabel, Fernbedienung, Podest
Display DimensionsObjekt: 186 cm × 50 cm × 50 cm (1860 × 500 × 500 mm)
ClassificationsSkulpturen, Objekte, Installationen
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg – Ankauf aus Mitteln der Galerieförderung des Bundes Museum der Moderne Salzburg – Acquisition from Federal Gallery Funds
Object numberF 2137_1-72_1
Provenance2018 Ankauf
About the work

Ashley Hans Scheirl’s installation “Augapfelkino I” (Eyeball Cinema I) is a reflection on the construction of the gender binary, transgender identity, and multimedia artworks. The sculpture, constructed from self-portraits arranged in kaleidoscopic formations, houses a built-in miniature cinema showing Scheirl’s video “Narziss + Goldarsch: Meine Baustelle 1” (Narcissus + Goldarsch: My Construction Site 1, 2008), a work peppered with sexual innuendos, starring Scheirl in a series of alternating identities.
Scheirl was born Angela Scheirl and, at the age of 40, adopted the name Hans and started taking testosterone in the form of hormone injections. “As a woman, I always suffered from a sense of inferiority. I felt a sexism and noticed that men were treated differently.” [1] On his sixtieth birthday, Scheirl decided to stop taking testosterone and has called himself Ashley Hans ever since. The series “Fotografische Selbstportraits“ (Photographic Self-Portraits, 1974–2012), presented in the vitrine, documents his physical transformations. Both his name and the title of the work itself highlight the significance of language in Scheirl’s works: “Narcissus + Goldarsch” is a tongue-in-cheek tribute to Hermann Hesse’s “Narziß und Goldmund” (Narcissus and Goldmund) from 1930 and a reference to the mythological figure of Narcissus who fell in love with his own reflection and died from unfulfilled longing. For Ashley Hans Scheirl, art is not only “an opportunity to try out identities and things” [2] but a chance to cut through gender roles and gender attributions. (Marijana Schneider)

[1] Ashley Hans Scheirl, quoted from Johanna Hofleitner, “Ashley Hans Scheirl: Hallo, ich bin Ashley!,” in Die Presse, 9 May 2018, https://www.diepresse.com/5403449/ashley-hans-scheirl-hallo-ich-binashley (accessed 24 July 2024).
[2] Ibid.

In the installation "Eyeball Cinema (Augapfelkino 1)", Ashley Hans Scheirl reflects on the construction of gender identity, transgender existence, and multimedia artistic work. The “eyeball” sculpture featuring kaleidoscopically arranged self-portraits houses a built-in miniature cinema that screens Scheirl’s video "Narziss und Goldarsch: Meine Baustelle 1", 2008 (Narcissus and Goldass. My Construction Site 1)—a work peppered with sexual innuendo in which Scheirl performs with shifting identities.
Scheirl was born “Angela” Scheirl, changed the first name to “Hans” at age 40 and started taking the hormone testosteron. “I had always suffered from being considered inferior as a woman. I experienced sexism and noticed that men were treated differently.” On the sixtieth birthday, Scheirl decided to stop taking hormones and to change the first name into “Ashley Hans”. The series of "Photographic Self-Portraits" (1974–2012) displayed in the showcase shows the physical transformations. Not only the first name, but also the work titles refer to the importance of language in Scheirl’s works: "Narcissus + Goldass" is a tongue-in-cheek homage to Hermann Hesse’s 1930 novel "Narcissus and Goldmund" and a reference to the mythological figure of Narcissus, who fell in love with his own reflection and died of unfulfilled longing. For Ashley Hans Scheirl, art is “an opportunity to try out identities and things” and to break through gender roles and attributions. (Christina Penetsdorfer)
Mit der Installation „Augapfelkino 1" reflektiert Ashley Hans Scheirl die Konstruktion von Geschlechteridentität, Transgender und das multimediale künstlerische Arbeiten. In der „Augapfel“-Skulptur mit kaleidoskopisch angeordneten Selbstporträts befindet sich ein eingebautes Miniaturkino, in dem Scheirls Video „Narziss und Goldarsch: Meine Baustelle 1" (2008) zu sehen ist – ein mit sexuellen Anspielungen gespicktes Werk, in dem Scheirl mit wechselnden Identitäten performativ auftritt.
Scheirl wurde als „Angela“ Scheirl geboren, gab sich mit vierzig Jahren den Namen „Hans“ und nahm das Hormon Testosteron. „Ich hatte immer darunter gelitten, als Frau weniger wert zu sein. Ich spürte einen Sexismus und merkte, dass Männer anders behandelt werden.“ Zum 60. Geburtstag entschloss sich Scheirl, die Hormone abzusetzen, und nennt sich seitdem „Ashley Hans“. Die in der Vitrine ausgelegte Werkserie „Fotografische Selbstportraits "(1974–2012) zeigt die körperlichen Transformationen. Nicht nur der eigene Name, sondern auch die Werktitel verweisen auf die Bedeutung von Sprache in Scheirls Arbeiten: „Narziss + Goldarsch" ist eine augenzwinkernde Hommage an Hermann Hesses Erzählung „Narziß und Goldmund" aus dem Jahr 1930 und ein Verweis auf die mythologische Figur des Narziss, der sich in sein Spiegelbild verliebte und an ungestillter Sehnsucht starb. Für Ashley Hans Scheirl ist die Kunst „eine Möglichkeit, Identitäten und Dinge auszuprobieren“ sowie Geschlechterrollen und -zuschreibungen zu durchbrechen. (Christina Penetsdorfer)
Mit der Installation „Augapfelkino 1“ reflektiert Ashley Hans Scheirl die Konstruktion von Geschlechteridentität, Transgender und das multimediale künstlerische Arbeiten. In der Skulptur mit kaleidoskopisch angeordneten Selbstporträts befindet sich ein eingebautes Miniaturkino, in dem Scheirls Video „Narziss + Goldarsch: Meine Baustelle 1“ (2008) zu sehen ist – ein mit sexuellen Anspielungen gespicktes Werk, in dem Scheirl mit wechselnden Identitäten performativ auftritt.
Scheirl wurde als Angela Scheirl geboren, gab sich mit vierzig Jahren den Namen Hans und nahm Testosteron in Form von Hormonpräparaten ein. „Ich hatte immer darunter gelitten, als Frau weniger wert zu sein. Ich spürte einen Sexismus und merkte, dass Männer anders behandelt werden.“ [1] Zum sechzigsten Geburtstag entschloss sich Scheirl, die Hormonpräparate wieder abzusetzen, und nannte sich seitdem Ashley Hans. Die in der Vitrine ausgelegte Werkserie „Fotografische Selbstportraits“ (1974–2012) dokumentiert die körperlichen Transformationen. Nicht nur der eigene Name, sondern auch die Werktitel verweisen auf die Bedeutung der Sprache in Scheirls Arbeiten: „Narziss + Goldarsch“ ist eine augenzwinkernde Hommage an Hermann Hesses Erzählung „Narziß und Goldmund“ aus dem Jahr 1930 und ein Verweis auf die mythologische Figur des Narziss, der sich in sein Spiegelbild verliebte und an ungestillter Sehnsucht starb. Für Ashley Hans Scheirl ist die Kunst „eine Möglichkeit, Identitäten und Dinge auszuprobieren“ [2] sowie Geschlechterrollen und -zuschreibungen zu durchbrechen. (Marijana Schneider)
[1] Ashley Hans Scheirl, zit. nach Johanna Hofleitner, „Ashley Hans Scheirl: Hallo, ich bin Ashley!“, in: Die Presse, 9. Mai 2018, https://www.diepresse.com/5403449/ashley-hans-scheirl-hallo-ich-bin-ashley (24.07.2024).
[2] Ebd.

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