Permutations
Künstler:in
Esmeralda Kosmatopoulos
(geboren 1981)
Date2014
Medium8-teilig, Acrylglas, LED-Lichter
Display DimensionsSkulptur / Plastik: 27 cm × 14 cm (270 × 140 mm)
ClassificationsSkulpturen, Objekte, Installationen
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg – angekauft mit Mitteln der Generali Foundation
Museum der Moderne Salzburg—Purchased with funds by Generali Foundation
Object numberBA 17315
Provenance2020 Ankauf
Collections
Esmeralda Kosmatopoulos belongs to a new generation of nomadic European artists who realize their projects in different parts of the world, thereby responding to a globalized world. Born in Greece and raised in Paris, the artist now lives and works in Paris, Cairo, and New York.
Light and language are two key media in her work. This is exemplified in "Permutations" (2014), an installation examining the connection between memory and forgetting. What the two have in common is that they do not submit to our will: I neither remember everything I want to remember, nor can I forget what I absolutely want to forget. The sudden memory triggered by a place or experience has its counterpart in the blackout, the equally sudden forgetting. Kosmatopoulos’ conceptual work "Permutations" emphasizes the possible role reversal between remembering and forgetting. “The right to be forgotten” refers to a 2014 decision of the European Court of Justice, which strengthened the rights of Internet users vis-à-vis providers and established the right to be digitally forgotten. On the other hand, “the duty to remember” refers to the cataclysm of the Shoah and the resulting obligation to remember truthfully. The ambivalence of the work results from its combinatorics, which also permits phrases such as “the duty to be forgotten” and “the right to remember.” (Thorsten Sadowsky)
Light and language are two key media in her work. This is exemplified in "Permutations" (2014), an installation examining the connection between memory and forgetting. What the two have in common is that they do not submit to our will: I neither remember everything I want to remember, nor can I forget what I absolutely want to forget. The sudden memory triggered by a place or experience has its counterpart in the blackout, the equally sudden forgetting. Kosmatopoulos’ conceptual work "Permutations" emphasizes the possible role reversal between remembering and forgetting. “The right to be forgotten” refers to a 2014 decision of the European Court of Justice, which strengthened the rights of Internet users vis-à-vis providers and established the right to be digitally forgotten. On the other hand, “the duty to remember” refers to the cataclysm of the Shoah and the resulting obligation to remember truthfully. The ambivalence of the work results from its combinatorics, which also permits phrases such as “the duty to be forgotten” and “the right to remember.” (Thorsten Sadowsky)
Esmeralda Kosmatopoulos gehört zu einer neuen Generation nomadisierender europäischer Künstler_innen, die ihre Projekte an wechselnden Orten realisieren und damit auf eine globalisierte Welt reagieren. Die in Griechenland geborene Künstlerin wuchs in Paris auf; sie lebt und arbeitet heute in Paris, Kairo und New York.
Licht und Sprache sind zwei wesentliche Medien in ihrem Werk. Beispielhaft zeigt sich dies in der Installation „Permutations" (2014), die sich mit dem Zusammenhang von Erinnerung und Vergessen beschäftigt. Gemeinsam ist beiden, dass sie sich nicht unserem Willen fügen: Weder erinnere ich alles, was ich erinnern will, noch kann ich dasjenige vergessen, das ich unbedingt vergessen will. Das plötzliche Erinnern, das durch einen Ort oder ein Erlebnis ausgelöst wird, findet sein Pendant im Blackout, dem ebenso plötzlichen Vergessen. Kosmatopoulos’ konzeptuelles Werk „Permutations" betont dabei den möglichen Rollentausch zwischen Erinnern und Vergessen. „The right to be forgotten“ bezieht sich auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2014, welche die Rechte von Internet-Usern gegenüber den Providern stärkte und ein Recht auf digitales Vergessen einräumte. Hingegen verweist „the duty to remember“ auf die Katastrophe der Shoah und die daraus erwachsende Verpflichtung zum wahrhaftigen Erinnern. Die Ambivalenz des Werks ergibt sich aus der Kombinatorik, die eben auch Sätze wie „the duty to be forgotten“ und „the right to remember“ zulässt. (Thorsten Sadowksy)
Licht und Sprache sind zwei wesentliche Medien in ihrem Werk. Beispielhaft zeigt sich dies in der Installation „Permutations" (2014), die sich mit dem Zusammenhang von Erinnerung und Vergessen beschäftigt. Gemeinsam ist beiden, dass sie sich nicht unserem Willen fügen: Weder erinnere ich alles, was ich erinnern will, noch kann ich dasjenige vergessen, das ich unbedingt vergessen will. Das plötzliche Erinnern, das durch einen Ort oder ein Erlebnis ausgelöst wird, findet sein Pendant im Blackout, dem ebenso plötzlichen Vergessen. Kosmatopoulos’ konzeptuelles Werk „Permutations" betont dabei den möglichen Rollentausch zwischen Erinnern und Vergessen. „The right to be forgotten“ bezieht sich auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2014, welche die Rechte von Internet-Usern gegenüber den Providern stärkte und ein Recht auf digitales Vergessen einräumte. Hingegen verweist „the duty to remember“ auf die Katastrophe der Shoah und die daraus erwachsende Verpflichtung zum wahrhaftigen Erinnern. Die Ambivalenz des Werks ergibt sich aus der Kombinatorik, die eben auch Sätze wie „the duty to be forgotten“ und „the right to remember“ zulässt. (Thorsten Sadowksy)
Bibliography
- ÖKat Sal MdM 542Sammlungspolitik : Neuzugänge im Museum der Moderne SalzburgSalzburgMuseum der Moderne Salzburg2022
- ÖKat Sal MdM 543Collecting policy : new works in the Museum der Moderne SalzburgSalzburgMuseum der Moderne Salzburg2022
