11 Ghosts of Yesterday
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Like Oskar Kokoschka, George Grosz volunteered for military service in 1914. However, his initially positive attitude to the First World War changed rapidly. In response to the propaganda campaign against wartime enemy Britain, the artist decided to anglicize his birth name, Georg Ehrenfried Groß. He criticized the mendacity of the Weimar period mercilessly. In terms of style, he developed a “razor-sharp” drawing technique, which he used to document the hardship and naked poverty of those returning from the war and to denounce corrupt politicians and greedy industrialists. To Grosz, art is “not a matter of aesthetics. Drawing is itself not without purpose,” as “the art of drawing can be an effective weapon against the brutality of the Middle Ages and the stupidity of modern people—provided that it is wielded with a clear will and a skilled hand.” [1] This stance exposes the uncompromising champion of the oppressed to the accusation of offenses against Paragraph 166 of the Criminal Code (blasphemy), already in force at the time of the Weimar Constitution, culminating in his trial for the distribution of indecent texts. Next to Otto Dix, the “enfant terrible” Grosz went on to become one of the most important representatives of the veristic wing of the New Objectivity. (Barbara Herzog)
[1] George Grosz, quoted from Uwe M. Schneede, George Grosz: Leben und Werk (Stuttgart: Hatje Cantz, 1975), 82.
Wie Oskar Kokoschka meldete George Grosz sich 1914 freiwillig zum Kriegsdienst. Seine zunächst positive Einstellung zum Ersten Weltkrieg änderte sich jedoch rasch. Angesichts der propagandistischen Hetze gegen den Kriegsgegner Großbritannien beschloss der Künstler, seinen Geburtsnamen Georg Ehrenfried Groß zu anglisieren. Unnachsichtig geißelt er die Verlogenheit der Weimarer Zeit. Stilistisch entwickelt er einen als „messerscharf“ beschriebenen Zeichenstil, mit dem er ungeschönt die Not und das Elend der Kriegsheimkehrer festhält und habgierige Industrielle und korrupte Politiker anprangert. Kunst ist für ihn „keine ästhetische Angelegenheit. Zeichnen ist nicht Selbst ohne Sinn“, denn „gegen das brutale Mittelalter und die Dummheit der Menschen unserer Zeit kann die Zeichenkunst eine wirksame Waffe sein – vorausgesetzt, dass ein klarer Wille und eine geschulte Hand sie ausübt“. [1] Diese Haltung bringt dem kompromisslosen Streiter aufseiten der Unterdrückten eine Anklage wegen Verstoßes gegen den bereits zur Zeit der Weimarer Verfassung geltenden Paragraphen 166 Strafgesetzbuch (wegen Gotteslästerung) und einen Prozess wegen Verbreitung unzüchtiger Schriften ein. Der „Bürgerschreck“ Grosz avanciert neben Otto Dix zum bedeutendsten Vertreter des veristischen Flügels der Neuen Sachlichkeit. (Barbara Herzog)
[1] George Grosz zit. nach Uwe M. Schneede, George Grosz, Leben und Werk, Stuttgart: Hatje, 1975, S. 82.
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