aus der Serie „Diese Hände - eine Welt ohnegleichen"
Künstler:in
Lena Rosa Händle
geboren 1978
Date2022
MediumPigment Druck gerahmt
Display DimensionsFoto: 100 cm × 75 cm
Andere: 84,1 cm × 59,4 cm
Andere: 84,1 cm × 59,4 cm
ClassificationsFotografie
Credit LineFotosammlung des Bundes am Museum der Moderne Salzburg
Object numberDLF 2388_1-4_2
Provenance2024 Dauerleihgabe
DepartmentFotosammlung des Bundes
About the workLena Rosa Händle’s portraits of Tonica Hunter focus on the English cultural producer, curator, and DJ’s hands, which form three different gestures. In this work, the artist reinterprets secret lesbian codes from the 1920s. Hands held great significance at the time and were an important subject in photography. They were considered erotic, and specific gestures became vehicles of expression and tokens of same-sex love.
Händle alludes to several queer creatives of the period, including the dancer Tilly Losch. In 1927, Losch and Hedy Pfundmayr performed their “Dance of the Hands” at the Salzburg Festival. The performance was inspired by the writer Valery Boothby’s text “Hände,” which is also featured on Händle’s poster: a woman recalls the arousal she felt at the sight of two extraordinarily beautiful female hands. [Eva Wiegert, 2025]
Im Zentrum von Lena Rosa Händles Porträts der englischen Kulturproduzentin, Kuratorin und DJ Tonica Hunter finden sich Hände, die zu drei verschiedenen Gesten geformt sind. Die Künstlerin interpretiert in dieser Arbeit verborgene lesbische Codes aus den 1920er-Jahren neu. Hände hatten in der damaligen Zeit eine große Bedeutung und waren ein wichtiges Thema in der Fotografie. Sie galten als erotisch, und bestimmte Gesten wurden zu Ausdrucksmitteln und Zeichen gleichgeschlechtlicher Liebe.
Händle bezieht sich auf mehrere queere Kunstschaffende dieser Zeit, unter anderem auf die Tänzerin Tilly Losch. Im Jahr 1927 zeigte sie gemeinsam mit Hedy Pfundmayr bei den Salzburger Festspielen ihren „Tanz der Hände“. Inspiriert war dieser von dem Text „Hände“ der Autorin Valerie Boothby, der sich auch auf Händles Plakat findet. In diesem erzählt eine Frau von der Erregung, die sie beim Anblick von zwei außergewöhnlich schönen weiblichen Händen empfand. [Eva Wiegert, 2025]

