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Kanal Abschnitt XIII
Kanal Abschnitt XIII
Kanal Abschnitt XIII
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Fotos: Marcel Koehler

Kanal Abschnitt XIII

Künstler:in (geboren 1971)
Date2017
MediumRelief, Korrosionsschutzfarbe auf verzinktem Stahlblech
Display DimensionsObjekt: 22 × 75 cm (220 × 750 mm)
ClassificationsSkulpturen, Objekte, Installationen
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg
Object numberBS 17280
Provenance2018 Schenkung
About the work
Florian Pumhösl studierte von 1989 bis 1996 freie Grafik an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Er ist für seine minimalistischen Werke in Form von Installationen, Objekten, Filmen und Fotografien bekannt. In seinen Arbeiten, die eine starke Tendenz zur Abstraktion aufweisen, analysiert er sowohl historisch als auch ästhetisch die Konzepte und Formensprachen der Moderne.
Pumhösls jüngste Werkserie, aus der hier zwei Arbeiten präsentiert werden, besteht aus großformatigen Wandreliefs aus verzinktem Stahlblech, die von einigen wenigen Linien durchzogen sind. Auch wenn der Serientitel „Kanal“ auf die Praxis der Flussregulierung Bezug nimmt, zitiert Pumhösl mit diesen Arbeiten kein singuläres historisches Ereignis, sondern, wie er sagt, „mehr die Imagination eines regulierten Flusses […]“. Als Grundlage recherchierte er Landkarten und Pläne städtischer Regulierungsvorhaben. Dabei stieß er auf das Problem, dass die Karten in ihrer Darstellung einen hohen Grad der Abstraktion erreichen, sodass unklar wird, ob es um die Lesart als Ansicht oder als Aufsicht geht. Diesen Aspekt der mehrfachen Lesbarkeit, die Möglichkeit, den Standpunkt wählen zu können, übertrug Pumhösl formal auf die Wandreliefs. Bei der Wahl des Materials für die Objekte, die über zwei Meter hoch sind, orientierte er sich an Stahlblechplatten, wie sie von Spenglern für Dächer verwendet werden. Die charakteristischen Linien, die das Relief der Arbeit bilden, zitieren die Kanten, die das Regenwasser so leiten, dass es über Dachrinnen abfließen kann. (Christina Penetsdorfer)
Florian Pumhösl studied graphic arts at the University of Applied Arts in Vienna from 1989 to 1996. He is known for his minimalist works, which take the form of installations, objects, films, and photography. These works, which demonstrate a strong tendency toward abstraction, explore the concepts and formal language of Modernism, taking a historical and aesthetic approach.
Pumhösl’s latest series of works, two of which are presented here, consists of large-format wall reliefs made from galvanized sheet steel, traversed by just a very few lines. Although the series title “Canal” alludes to the practice of river regulation, Pumhösl does not invoke a single historical event, but rather, as he says, “the imagination of a regulated river [...].” His starting point for these works was the study of maps and plans for urban water regulation. During this research, Pumhösl encountered the problem that the maps and plans reached such a high level of abstraction that it became unclear whether they were showing an aerial view or an elevation. This aspect of multiple readings, the possibility of choosing your viewpoint, was formally transposed onto the wall reliefs. When selecting the material for these works, which are over two meters tall, Pumhösl took his inspiration from the steel plates used in roofing. The characteristic lines forming the relief in this work call to mind the grooves that channel the rainwater into the guttering. (Christina Penetsdorfer)