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Realistisches im Spiegel

Künstler:in (1919 – 2014)
Date1976
MediumBleistift auf Papier
Display DimensionsBlatt: 29,9 cm × 41,8 cm (299 × 418 mm)
ClassificationsGrafik
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg
Object numberBA 3086
Provenance1982 Ankauf
About the work
In 1960, Maria Lassnig is at long last invited to present a solo exhibition at Galerie St. Stephan. She responds by painting a large moustache above her lips, a caustic comment on the situation of women artists in a scene dominated by men. Little wonder, then, that, having spent many years in Paris and received assurances that women artists fare better in the U.S., she gathers up her courage and crosses the big pond.
In New York, however, people do not understand her body-awareness drawings. “They thought I couldn’t paint,” she later recalls. Profoundly hurt, Lassnig defies her critics by demonstrating her skills with a realistic rendering of her body surrounded by American everyday objects. Meanwhile, she also discovers her passion for filmmaking; relying on simple means, she creates seminal short films. [Barbara Herzog, 2025]
Als Maria Lassnig 1960 endlich eine Einzelausstellung in der Galerie St. Stephan zeigen kann, malt sie sich einen Schnauzbart über die Lippen und liefert damit einen bissigen Kommentar zur Situation von Künstlerinnen in einer von Männern dominierten Szene. Es verwundert daher nicht, dass sie – nachdem ihr versichert wurde, dass es Künstlerinnen in den USA leichter haben – nach langjährigem Aufenthalt in Paris den Sprung über den Atlantik wagt.
Doch ihre Körpergefühlszeichnungen werden in New York nicht verstanden. „Die haben ja geglaubt, ich kann nicht malen.“ berichtet sie rückblickend. Tief gekränkt reagiert Lassnig auf diesen Vorwurf mit der realistischen Wiedergabe ihres Körpers, umgeben von Gegenständen des amerikanischen Alltags, um ihr Können unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig entdeckt sie ihre Leidenschaft für das Filmemachen und schafft mit einfachen Mitteln richtungsweisende Kurzfilme. [Barbara Herzog, 2025]