Azkelon
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Sigalit Landau ist eine der bedeutendsten zeitgenössischen Künstlerinnen Israels. Seit über zwanzig Jahren nutzt sie das Tote Meer und die Küste des Mittelmeeres als Inspirationsquelle und Labor für ihre Videoarbeiten, fotografischen Serien und Salzskulpturen. Neben Fragen der weiblichen Identität und Körperlichkeit thematisiert Landau auch die politische Situation in Israel. Mit großer Intensität und teilweise erschütternder Symbolik und Poesie verhandelt sie in ihrem Werk existenzielle und ambivalente Schwellen- und Grenzerfahrungen. Entstanden in einer der konfliktreichsten Regionen der Erde, zeugen Landaus Arbeiten von der Vision eines gemeinsamen, friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Menschen, Religionen, Kulturen und Weltanschauungen – dadurch sind sie von universeller Relevanz.
Den Hintergrund der Videoarbeit Azkelon (2011) beschreibt die Künstlerin folgendermaßen: „Ich filmte Schauspieler beim ‚Messerspiel‘. Das Wort ‚Azkelon‘ ist eine Verschmelzung von Aza (Gaza) und Aschkelon. Diese zwei benachbarten Städte teilen sich einen Strand, sind aber durch eine Grenze getrennt. Der Gazastreifen ist eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Welt und hauptsächlich von Flüchtlingen bewohnt; Aschkelon wurde von jüdischen Einwanderern, vor allem aus nordafrikanischen und arabischen Ländern, errichtet. Ich glaube, dass Jugendliche auf beiden Seiten dieses Spiel spielen. Wo gespielt wird, ist Leben. Spielen bedeutet, sich an einfache Regeln zu halten: Vielleicht gewinnt man, vielleicht verliert man. Ein echtes Zusammenspiel über diese Grenze hinweg ist leider unwahrscheinlich.“
Sigalit Landau is one of Israel’s most prominent contemporary artists. For over twenty years she has been using the Dead Sea and the Mediterranean coast as a source of inspiration and laboratory for her video works, photo series, and salt sculptures. In addition to issues of female identity and physicality, Landau also addresses the political situation in Israel. Existential and ambivalent liminal and borderline experiences are explored with great intensity and sometimes shocking symbolism and poetry. Created in one of the most conflict-ridden regions of the world, Landau’s works reflect the vision of a common, peaceful coexistence of different people, religions, cultures, and worldviews, making them universally relevant.
The artist describes the story behind her 2011 video work Azkelon as follows: “I filmed actors playing the ‘knife game.’ Azkelon is a hybrid of Aza (Gaza) and Ashkelon. These two neighboring towns share a beach but are separated by a border. The Gaza Strip is one of the most crowded areas in the world, populated mostly by refugees; Ashkelon was built by Jewish immigrants, mostly from North African and Arab countries. From my point of view, youth on both sides play this game. Where there is play, there is life. It is an agreement to simple rules: they may win, they may lose in games; real interaction across this boarder is unfortunately unlikely.”


