Mann mit ausgebreiteten Armen
- Studie zur Cantante "O Ewigkeit Du Donnerwort" von J. S. Bach
The Libretto of Johann Sebastian Bach's cantata “O Eternity, You Word of Thunder” (BWV 60) inspires Kokoschka to create a series of lithographs of the same title. This drawing is a preliminary study for the final print in the series, Pietà (“It is engough”). The cantata's text primarily consists of a dialogue between “Fear” (alto) and “Hope” (tenor) in the face of the existential reflections that the thunderous word “Eternity” promts in the human soul.
The figure's posture and facial expression convey Kokoschka's inner turmoil regarding the future of his relationshiop with Alma Mahler. “I had a premonition of impending doom,” Kokoschka confesses in retrospect in his autobiography. “Melancholy cast a shadow over our ecstasy, rapture, and love, silencing the Apollonian lyre.” [Barbara Herzog, 2026]
Das Libretto der Kantate „O Ewigkeit, Du Donnerwort" (BWV 60) von Johann Sebastian Bach inspiriert Kokoschka zu seiner gleichnamigen Lithografie-Folge. Die vorliegende Zeichnung ist eine Vorstudie zum letzten Blatt der Serie, der Pietà („Es ist genug“). Der Text besteht im Wesentlichen aus einem Dialog zwischen „Furcht" (Altstimme) und „Hoffnung“ (Tenorstimme) Angesichts der existenziellen Vorstellungen, die das Donnerwort „Ewigkeit" im Menschen hervorruft.
Der Dargestellte vermittelt in Haltung und Mimik Kokoschkas Zerrissenheit in Bezug auf die Zukunft seiner Beziehung zu Alma Mahler. „Ich hatte die Ahnung eines kommenden Verhängnisses“, bekennt Kokoschka rückblickend in seiner Autobiografie. „Melancholie warf Schatten auf unsere Ekstase, Berauschung und Liebe, brachte die appolinische Leier zum Verstummen.“ [Barbara Herzog, 2026]


