Skip to main content
Hausherr (Land Salzburg)
Hausherr (Land Salzburg)
Hausherr (Land Salzburg)
cri:
Diese Bilddateien werden ausschließlich für privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt. Für jegliche Art von Veröffentlichung / kommerzieller Nutzung kontaktieren Sie bitte unsere Reproabteilung unter bildarchiv[at]mdmsalzburg.at.

Hausherr (Land Salzburg)

Künstler:in (1961–2021)
Date1999
MediumChromogener Abzug, Diasec auf Aluminium
Display DimensionsFoto: 180 x 225 cm
ClassificationsFotografie
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg
Object numberF 1395
Provenance2000 Ankauf
About the work

Lois Renner is considered one of the most successful artists in Austria. Influenced by the family business Malerei Renner, he studied at the Mozarteum University Salzburg and under Gerhard Richter at the Kunstakademie Düsseldorf among others. The characteristic feature of his artistic practice became the miniature models of his studio spaces, which are themed and thus reference the artist’s own work, art history, and its iconography. However, the end product was always a large-format photograph presented like a large-format painting. The models served as a stage for pictures and a long-term study of the relationship between photography and painting. Each contains an object exposing the documented space as model illusion. Although the end product of his work was usually a photograph, Renner always considered himself a painter.
The picture “Hausherr (Land Salzburg)” (Householder [State of Salzburg]) plays with the artist’s ancestry, which is present not only in the logo for the regional government of Salzburg printed on the frame for the model, but in the painted self-portrait portraying him in a Salzburger, the region’s traditional men’s costume. Renner, with painter’s palette in hand, the paintbox behind the canvas, and other props of everyday artistic production—which he himself refers to as an “objectification of the idea of the studio,”—assumes the role of the householder in his studio, an allusion to classical artists’ selfportraits. [1] The birds-eye perspective gives the observer the illusion of an overview. The skull in the bottom right of the picture is more than just a popular vanitas symbol spanning numerous artistic epochs. In this context, it is also an undistorted reference to the most famous skull in art history from the painting The Ambassadors by Hans Holbein from 1533. (Tina Teufel)

[1] Maribel Königer, “Kommentiertes Verzeichnis der Bilder 1991–2002,” in Lois Renner: Bilder / Pictures 1991–2002, ed. Maribel Königer (Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2003), 184.

Lois Renner gilt als einer der erfolgreichsten Künstler:innen Österreichs. Geprägt durch den handwerklichen Familienbetrieb Malerei Renner, studierte er unter anderem an der Universität Mozarteum in Salzburg und bei Gerhard Richter an der Kunstakademie Düsseldorf. Charakteristisch für seine Praxis wurden die von ihm in verkleinertem Maßstab nachgebauten Modelle seiner Atelierräume, die thematisch bespielt und so Bezüge zu seinem eigenen Schaffen, der Kunstgeschichte und ihrer Ikonografie herstellten. Endprodukt war jedoch immer eine großformatige Fotografie, die er vergleichbar einem großformatigen Gemälde präsentierte. Die Modelle dienten ihm als Bühne für Bilder und als eine Art Langzeitstudie über das Verhältnis von Fotografie und Malerei. Jedes enthält ein Objekt, das den dokumentierten Raum als Modellillusion entlarvt. Obschon das Endprodukt seines Schaffens meist eine Fotografie war, verstand sich Renner immer als Maler.
Das Bild „Hausherr (Land Salzburg)“ spielt mit der Herkunft des Künstlers, die nicht nur über ein im Gebälk des Modells angebrachtes Logo der Landesverwaltung Salzburgs präsent ist, sondern auch im gemalten Selbstporträt, das ihn im sogenannten Salzburger, der landestypischen Männertracht, zeigt. Gleichzeitig nimmt Renner mit der Malerpalette in der Hand, dem Malkasten hinter der Leinwand und anderen Versatzstücken im täglichen Gebrauch künstlerischer Produktion, die er selbst als „Verdinglichung des Atelierbegriffs“ bezeichnet, die Rolle des Hausherrn in seinem Atelier ein, als Zitat klassischer Künstlerselbstporträts. [1] Die Vogelperspektive gewährt den Betrachter:innen die Illusion des Überblicks. Der Totenschädel in der rechten unteren Bildecke ist nicht nur beliebtes Vanitassymbol unterschiedlichster Kunstepochen, sondern in diesem Fall auch ein entzerrtes Zitat des wohl berühmtesten Schädels der Kunstgeschichte im Gemälde Die Gesandten von Hans Holbein aus dem Jahr 1533. (Tina Teufel)

[1] Maribel Königer, „Kommentiertes Verzeichnis der Bilder 1991–2002“, in: Lois Renner. Bilder / Pictures 1991–2002, Hg. Maribel Königer, Ostfildern-Ruit: Hatje Cantz, 2003, S. 184.