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Straßenporträts, Wien 1983
Straßenporträts, Wien 1983
Straßenporträts, Wien 1983
cri:© Bildrecht, Wien 2024
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© Bildrecht, Wien 2024

Straßenporträts, Wien 1983

Künstler:in (geboren 1944)
Date1983
MediumSilbergelatineabzug
Display DimensionsFoto: 37,5 cm × 37,5 cm
Fotopapier: 50,6 cm × 40,4 cm
ClassificationsFotografie
Credit LineFotosammlung des Bundes am Museum der Moderne Salzburg
Object numberDLF 559_1-15_1
Provenance1989 Dauerleihgabe
About the work
So-called Street Photography of the 1970s was founded in Brassaï’s photographs of Paris from the 1930s. Brassaï was one of the first to portray his city on the basis of milieu studies and depictions of people, chance portraits, and images of passersby unaware that they are being photographed. With this, he created an imagery characteristic of the city on the Seine, shaped by the atmosphere of the cafés, the streets at night, quays, and squares, and people’s encounters. As photographer, Leo Kandl, too, is an eyewitness to encounters. These intersections of the quotidian and trivial have a special meaning for him; they are part of his pictorial stories about urban life and people in the city. The “Straßenporträts” in Vienna and the photos of the visitors to the Salzburg Festival are snatched photos, taken unnoticed by the passersby. The moment of looking is simultaneously the fraction of a second of pressing the shutter. The situation is different with the Polaroid photos taken in train station cafés: beginning here is a photographic concept that Kandl pursued for thirty years whereby he speaks to people, whom he meets by chance, and asks if he can take a photo of them. A connection between model and photographer arises for a short time, after which one photo remains as prize for the photographer, and another given as payment to the portrayed person. The direct authenticity of these spontaneous yet nonetheless sensitive photo encounters is shown in the unsophisticated, plain aesthetics of the photographic images. (Margit Zuckriegl)
Die sogenannte „street photography“ der 1970er-Jahre hat ihre wahre Voraussetzung in Brassaïs Fotografien aus dem Paris der 1930er-Jahre. Er war einer der ersten, der seine Stadt anhand von Milieustudien und Menschenschilderungen, von zufällig erhaschten Porträts und unbemerkt fotografierten Passanten porträtierte. Brassaï schuf damit eine für die Seine-Stadt charakteristische Bildlichkeit, die von der Atmosphäre der Cafés und deren Klientel, von den nächtlichen Straßen, Quais und Plätzen, sowie den Begegnungen der Menschen in diesen Stadträumen gebildet wird. Auch Leo Kandl ist als Fotograf Augenzeuge dieser Ausschnitte aus dem Leben Anderer, für ihn bedeuten diese Kreuzungspunkte von Alltag und Trivialität etwas Besonderes, sie sind Teil seiner Bildgeschichten über urbanes Leben und Menschen in der Stadt. Die „Straßenporträts“ in Wien und die Bilder von Salzburger Festspiel-besuchern sind erhaschte Fotos, die unbemerkt von den Passanten gemacht wurden – der Moment des Hinblickens ist gleichzeitig der Bruchteil der Sekunde des Abdrückens. Anders verhält es sich mit den Polaroids aus dem Bahnhofscafé: hier beginnt ein fotografisches Konzept, das Leo Kandl über 30 Jahre lang fortsetzte; er spricht Personen an, denen er zufällig begegnet, bitte sie, von ihnen eine Fotografie anfertigen zu dürfen. Eine Verbindung von Modell und Fotograf entsteht für einen kurzen Zeitraum, danach bleibt das Foto als Beute für den Fotografen, ein weiteres Bild als Entgelt für den Porträtierten. Die unmittelbare Authentizität dieser spontanen und doch sensiblen Fotobegegnungen zeigt sich in der ungekünstelten, ungeschönten Ästhetik der Fotobilder. (Margit Zuckriegl)

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