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Edith Schiele ihren Mann umarmend
Edith Schiele ihren Mann umarmend
Edith Schiele ihren Mann umarmend
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Diese Bilddateien werden ausschließlich für privaten Gebrauch zur Verfügung gestellt. Für jegliche Art von Veröffentlichung / kommerzieller Nutzung kontaktieren Sie bitte unsere Reproabteilung unter bildarchiv[at]mdmsalzburg.at.

Foto: Bettina Salomon

Edith Schiele ihren Mann umarmend

Künstler:in (1890 - 1918)
Date1915
MediumBleistift auf Papier
Display DimensionsBlatt: 49,2 x 32,7 cm (492 x 327 mm)
ClassificationsGrafik
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg – Schenkung von Alette Sigmundt Museum der Moderne Salzburg – Donation by Alette Sigmundt
Object numberBS 2288
ProvenanceNachlass Egon Schiele; Galerie Welz, Salzburg; 1979 Schenkung von Alette Sigmundt, Salzburg (Ankauf von der Galerie Welz, Salzburg, abgewickelt durch Friedrich Welz)
About the work

This moving drawing shows Egon Schiele in an intimate embrace with his new wife Edith, née Harms, who lived in a house on Hietzinger Hauptstraße opposite Schiele’s studio. In 1914, a love affair began between the two. After Schiele’s separation from his long-term partner, his model and muse Wally Neuzil, Edith and Egon married in June 1915, shortly after his conscription into military service. The couple were to meet a sad end. The 1918–1919 influenza pandemic was running rampant and is said to have claimed more lives than the First World War. Edith, who was six months pregnant, fell ill. Schiele, by now infected himself, drew his wife one last time in her deathbed, following her into death three days later on 31 October 1918. His final words, recorded by his sister-in- law Adele Harms, proved true: “The war is over—and I must go!” [1]
Despite his short life, Schiele joins Richard Gerstl, Gustav Klimt, and Oskar Kokoschka as one of the key figures of Modernism in Austria. His expressive pictorial language and radical representations of the body blazed a trail for a number of twentieth-century artists, including Günter Brus, Francis Bacon, and Elke Sylvia Krystufek. (Barbara Herzog)

[1] Quoted from Rudolf Leopold, Egon Schiele—Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen (Salzburg and Vienna: Residenz Verlag, 1979), 17.

Die berührende Zeichnung zeigt Egon Schiele in inniger Umarmung mit seiner frisch angetrauten Ehefrau Edith, geborene Harms, die gegenüber von Schieles Atelier in einem Haus in der Hietzinger Hauptstraße wohnte. 1914 bahnte sich eine Tändelei zwischen den beiden an. Nach der Trennung Schieles von seiner langjährigen Lebensgefährtin Wally Neuzil, die zugleich Muse und Modell gewesen war, heirateten Edith und Egon Schiele im Juni 1915 kurz nach Schieles Einberufung zum Kriegsdienst. Dem Paar war kein Happy End beschieden. Ab 1918 grassierte die Spanische Grippe, die mehr Menschenleben fordern sollte als der Erste Weltkrieg. Edith, im sechsten Monat schwanger, erkrankte. Schiele, mittlerweile selbst infiziert, zeichnete seine Frau noch ein letztes Mal im Sterbebett und folgte ihr drei Tage später, am 31. Oktober 1918, in den Tod nach. Seine letzten Worte, die seine Schwägerin Adele Harms festhielt, sollten sich bewahrheiten: „Der Krieg ist aus – und ich muss geh’n!“ [1]
Trotz seines kurzen Lebens zählt Schiele neben Richard Gerstl, Gustav Klimt und Oskar Kokoschka zu den Schlüsselfiguren der Moderne in Österreich. Seine expressive Bildsprache und seine radikalen Körperdarstellungen wurden wegweisend für zahlreiche Künstler:innen des 20. Jahrhunderts wie beispielsweise Günter Brus, Francis Bacon oder Elke Sylvia Krystufek. (Barbara Herzog)

[1] Zit. nach Rudolf Leopold, Egon Schiele – Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Salzburg und Wien: Residenz Verlag, 1979, S. 17.

Bibliography
Foto: Rainer Iglar, Salzburg
Egon Schiele
1980, Tonmodell um 1917
Frauenbildnis
Egon Schiele
1910
Bildnis Franz Hauer
Egon Schiele
1914, publ. 1922
Schloß Neulengbach
Egon Schiele
1912
Bildnis Arthur Roessler
Egon Schiele
1914
Frauenbildnis
Egon Schiele
1910
Frauenbildnis
Egon Schiele
1910

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