Exekution Kaiser Maximilians
Künstler:in
Edouard Manet
(1832 - 1883)
Date1867
MediumLithografie
Display DimensionsBlatt: 54,8 x 72 cm (548 x 720 mm)
Darstellung: 33,3 x 43,2 cm (333 x 432 mm)
Darstellung: 33,3 x 43,2 cm (333 x 432 mm)
ClassificationsDruckgrafik
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg
Object numberBA 1048
Provenance1977 Ankauf
Collections
With his contemporary subjects and realistic portrayal, Édouard Manet is regarded as one of the founding fathers of modern art. Today he numbers among the most important artists of the nineteenth century, but in his day his pictures of Paris life were considered offensive, and several paintings submitted to the prestigious Salon were rejected by the conservative jury.
In 1867, the same year in which Archduke Maximilian von Habsburg, who had been appointed emperor of Mexico by Napoleon III in 1864, was shot in Querétaro, Manet chose this event as the subject of a painting. The execution of the 34-year-old Maximilian on 19 June 1867 outside the city on Cerro de las Campanas—Hill of the Bells—by the Republican Mexican army led by Benito Juarez marked the final failure of France’s attempts to conquer Central America. By 1869, Manet had completed three oil paintings, a sketch in oils, and a lithograph on the subject, based on an increasing number of press reports and photographs.
Manet’s versions of the shooting of Maximilian are basically documentary and avoid pathos. They also appear at first glance to make no specific political statement. The submission of a painting to the 1869 Salon was nevertheless rejected, and distribution of the lithograph had already been banned earlier. In a newspaper article, the French writer Émile Zola attempted to explain this censorship by pointing to the supposed similarity of the execution squad’s uniforms with those of French soldiers. He concluded: "France shoots Maximilian!" [Jürgen Dehm, 2015]
Mit seinen zeitgenössischen Themen und einer realistischen Darstellungsweise gilt Édouard Manet als einer der Gründungsväter der modernen Kunst. Während er heute zu den bedeutendsten Künstler:innen des 19. Jahrhunderts zählt, wurden seine Schilderungen des Pariser Großstadtlebens ursprünglich als anstößig empfunden und mehrere Einreichungen seiner Gemälde zum prestigeträchtigen Salon von der konservativen Jury abgelehnt.
1867, im selben Jahr, in dem der 1864 von Napoleon III. zum Kaiser von Mexiko berufene Erzherzog Maximilian von Habsburg in Querétaro erschossen wurde, wählte Manet dieses Ereignis zum Thema künstlerischer Auseinandersetzung. Die Exekution des 34-jährigen Maximilian am 19. Juni 1867 auf dem Cerro de las Campanas – dem Glockenhügel außerhalb des Ortes, durch die republikanisch-mexikanischen Militärs von Benito Juarez markiert das endgültige Scheitern der französischen Eroberungsstrategie in Mittelamerika. Bis 1869 schuf Manet drei Ölgemälde, eine Skizze mit Ölfarbe und eine Lithografie darüber, wobei er im Laufe der Zeit auf einen stetig wachsenden Fundus an Presseberichten und Fotografien als Vorlagen zurückgreifen konnte.
Manets Versionen der Erschießung Maximilians geben sich vordergründig dokumentarisch und verzichten auf Pathos. Ebenso scheinen sie sich auf den ersten Blick einer konkreten politischen Positionierung zu enthalten. Die Einreichung eines Gemäldes zum Salon 1869 wurde dennoch abgelehnt und die Verbreitung der Lithografie bereits vorher verboten. In einem Zeitungsartikel versucht sich der französische Schriftsteller Émile Zola diese Zensur dadurch zu erklären, dass er beim Betrachten der Lithografie eine Ähnlichkeit der Uniformen des Erschießungskommandos mit denen der französischen Truppen feststellt. Er kommt zu dem Schluss: „Frankreich erschießt Maximilian!" [Jürgen Dehm, 2015]
Bibliography


