Œil pour œil
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- ÖKat Sal MdM 598The collections : Playing rules! Breaking free. Breaking down walls! Body spaceMünchenHirmer2024114-115illustrated
The Dutch-Swiss video and performance artist Yan Duyvendak is heavily influenced by theater. In the artist’s productions, he is not only behind the scenes but often onstage himself. He refers to his creations as “ars vivant” and takes frequentinspiration from the Fluxus movement of the 1960s and 1970s. [1] Duyvendak’s work is informed by sociopolitical themes and their societal reflection. At the center is the human capacity for empathy [2].
In the video work “OEil pour oeil” (An Eye for an Eye), the artist’s torso becomes the projection screen for fragments of television reports on the first anniversary of the World Trade Center attacks in New York on 11 September 2001. Even those who followed the buildings’ collapse live on TV were affected by the images. The artist, however, appears unaffected by the content projected onto him and its different political characterizations. The title “OEil pour oeil” is a reference to a legal understanding from the Jewish Torah and represents the principle of adequate retribution for a crime, such as that sought by the radical Islamist terrorist leader Osama bin Laden for US imperialism and exacted through the terror attack on the World Trade Center. (Tina Teufel)
[1] Dagmar Walser, “Grosse Ehre für einen Grenzüberschreiter,” in SRF Online, 25 April 2019, https://www.srf.ch/kultur/buehne/yan-duyvendak-grosse-ehre-fuer-einen-grenzueberschreiter (accessed 12 April 2024).
[2] Compare “Manifesto of Cie Yan Duyvendak,” in Cie Van Duyvendak Online, https://duyvendak.com/information (accessed 12 April 2024).
Der niederländisch-schweizerische Video- und Performancekünstler Yan Duyvendak ist stark vom Theater geprägt. Für seine Inszenierungen steht er nicht nur hinter, sondern oft auch als Performer selbst auf der Bühne. Sein Schaffen bezeichnet er als „ars vivant“ und findet seine Inspiration oft in der Fluxusbewegung der 1960er- und 1970er-Jahre [1]. Duyvendaks Werk ist geprägt von sozialpolitischen Themen und ihrer gesellschaftlichen Reflexion. Im Zentrum steht die menschliche Fähigkeit zur Empathie [2].
In der Videoarbeit „OEil pour oeil“ wird der Oberkörper des Künstlers zur Projektionsfläche für Fragmente von Fernsehberichten zum ersten Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center in New York vom 11. September 2001. Selbst denen, die den Einsturz der Gebäude lediglich live im Fernsehen verfolgten, haben sich diese Bilder eingeprägt. Der Künstler gibt sich dabei von den auf ihn projizierten Inhalten und ihren unterschiedlichen politischen Prägungen unberührt. Der Titel „OEil pour oeil“ (Auge um Auge) bezieht sich auf ein aus der jüdischen Thora stammendes Rechtsverständnis und steht für das Prinzip adäquater Vergeltung für ein Verbrechen, wie dies als Vergeltung für den US-amerikanischen Imperialismus vom radikal-islamischen Terroristenführer Osama bin Laden verlangt und mit dem Terrorangriff auf das WTC umgesetzt wurde. (Tina Teufel)
[1] Dagmar Walser, „Grosse Ehre für einen Grenzüberschreiter“, in: SRF Online, 25. April 2019, https://www.srf.ch / kultur / buehne / yan-duyvendak-grosse-ehre-fuer-einen-grenzueberschreiter (12.04.2024).
[2] Vgl. „Manifesto of Cie Yan Duyvendak“, in: Cie Van Duyvendak Online, https://duyvendak.com / information (12.04.2024).


