Restaging Monument
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Die fotografische Serie Restaging Monument von Luiza Margan ist ein Folgeprojekt ihrer zweitägigen öffentlichen Aktion Eye to Eye with Freedom, bei der sie 2014 die Bevölkerung von Rijeka dazu einlud, der Freiheit ins Auge zu blicken. Gemeint war damit die Allegorie der Freiheit als zentraler Teil einer Partisanen verkörpernden Skulpturengruppe des Bildhauers Vinko Matković auf dem 22 Meter hohen sozialrealistischen Denkmal der Befreiung, das 1955 zum zehnjährigen Jubiläum der Befreiung vom Faschismus errichtet wurde. Mithilfe eines Krans ließ Margan Teilnehmende auf Augenhöhe mit der Skulptur heben, so dass sie direkt in das Antlitz der „Freiheit“ schauen konnten. Die unmittelbar daran anknüpfende Serie Restaging Monument greift auf das historische Bildarchiv des Bildhauers Matković zurück, in dem auf Schwarz-Weiß-Fotografien die unterschiedlichen Phasen des Entstehungsprozesses der Skulpturengruppe dokumentiert sind. Mittels Montage verschränkt Margan die alten Aufnahmen mit Farb-Fotografien, die sie selbst bei körperlichen Übungen zeigen.
Sowohl mit der öffentlichen Aktion als auch mit der fotografischen Serie thematisiert Margan die realsozialistische Vergangenheit des ehemaligen Jugoslawien – insbesondere die Mythologisierung der Partisanen und ihre Rolle im Nachkriegs-Jugoslawien –, welche das sozialistische Selbstverständnis prägten. Durch die performativen Elemente, die sich konfrontativ auf die historischen Darstellungen beziehen, eröffnet Margan einen abgleichenden Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Ideologie und Realität.
Luiza Margan’s photo series Restaging Monument is a follow-up to her two-day public action Eye to Eye with Freedom (2014), where she invited the people of Rijeka to “look freedom in the eye.” This was a reference to the Allegory of Freedom, the central part of a sculpture group representing partisans by sculptor Vinko Matković atop the 22-meter-high Social-Realist Monument to the Liberation that was erected in 1955 to mark the tenth anniversary of the liberation from fascism. With the aid of a crane, Margan had participants lifted to eye level with the sculpture so that they could look straight into the face of “Freedom.” Building directly on this, the Restaging Monument series is based on black-and-white photographs in Matković’ historical photo archive, which document the different stages in the process of creating the sculpture group. Using montage, Margan combines the old photographs with color photos showing her performing physical exercises.
In both the public action and the photo series, Margan addresses the socialist past of the former Yugoslavia—especially the mythologization of the partisans and their role in post-war Yugoslavia—that was formative for socialist identity. Through the performative elements, which bear upon the historical images in a confrontational manner, Margan opens up a reconciliatory dialogue between past and present, ideology and reality.

