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Brennen und Gehen, Salzburg Festival Sommer
Brennen und Gehen, Salzburg Festival Sommer
Brennen und Gehen, Salzburg Festival Sommer
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Foto: Andrew Phelps

Brennen und Gehen, Salzburg Festival Sommer

Künstler:in (1947–2020)
Date1993
MediumPigmentdruck auf Archivpapier
Display DimensionsFoto: 46,5 cm × 55,5 cm
ClassificationsFotografie
Credit LineFotosammlung des Bundes am Museum der Moderne Salzburg
Object numberDLF 2223_1-2_1
Provenance2017 Dauerleihgabe
Bibliography
  • SKat 251The Collections : Breaking down walls!SalzburgMuseum der Moderne Salzburg202416
  • ÖKat Sal MdM 582The Collections : Breaking down walls!SalzburgMuseum der Moderne Salzburg202416
  • SKat 254Die Sammlungen : Spielen heißt verändern! Freies Spiel der Kräfte. Räume öffnen! Der Raum in unseren KöpfenMünchenHirmer2024210-211illustrated
  • SKat 250Die Sammlungen : Räume öffnen!SalzburgMuseum der Moderne Salzburg202416
  • ÖKat Sal MdM 597Die Sammlungen : Spielen heißt verändern! Freies Spiel der Kräfte. Räume öffnen! Der Raum in unseren KöpfenMünchenHirmer2024210-211illustrated
  • SKat 255The collections : Playing rules! Breaking free. Breaking down walls! Body spaceMünchenHirmer2024210-211illustrated
  • ÖKat Sal MdM 581Die Sammlungen : Räume öffnen!SalzburgMuseum der Moderne Salzburg202416
  • ÖKat Sal MdM 598The collections : Playing rules! Breaking free. Breaking down walls! Body spaceMünchenHirmer2024210-211illustrated

„Der Umgang einer Gesellschaft mit Pflanzen ist auch ein Spiegelbild ihrer selbst.“ [1] Mit dieser Haltung prägte Lois Weinberger seit den 1990er-Jahren die Debatte um das Thema „Kunst und Natur“ wesentlich mit. Sein besonderes Interesse galt dabei den Ruderalpflanzen, die sich wegen ihrer Anspruchslosigkeit erfolgreich an Bahngleisen, Brachen, Straßenrändern oder Schuttplätzen ansiedeln und zu Unrecht als „Unkraut“ gelten. Sie konterkarieren unsere Vorstellung von der durch den Menschen gebändigten Natur und stehen in Weinbergers Werk als Sinnbild für alles Unerwünschte und Dissidente.
Während der Salzburger Sommerfestspiele 1993 erregte Lois Weinberger mit einem subversiven Pflanzentransfer in den Stadtraum Aufmerksamkeit. Er riss am Anton-Neumayr-Platz den Asphalt auf einer Fläche von 800 mal 600 Zentimeter auf und überließ das umzäunte Areal sich selbst. Flugsamen sorgten für die Bepflanzung. Auch die von Passanten über die Absperrung geworfenen Abfälle wurden nicht entfernt – sie sind Bestandteil des Werkes. Als Metapher für die Migrationsprozesse unserer Zeit ist die Arbeit aktueller denn je. (Barbara Herzog)

[1] Zit. nach „Fragen an Lois Weinberger von Jessica Ullrich, Institut für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Universität der Künste und Bergit Arrends, Kuratorin am Nature History Museum, London, August / September 2010“, in: Lois Weinberger, Hg. Philippe van Cauteren, Ostfildern: Hatje Cantz Verlag, 2013, S. 63.

“A society’s treatment of plants is also a reflection of itself.” [1] Lois Weinberger’s attitude has had a substantial impact on the debate around the theme of “art and nature” since the 1990s. His specific interest in this debate was ruderal plants, which, due to their simplicity, are able to seed successfully on railway tracks, fallow land, roadsides, and rubbish dumps— and are wrongly branded “weeds.” They go against our notions of a nature tamed by humans and are used in Weinberger’s work as a symbol of all dissidents and undesirables.
At the Salzburg Festival in 1993, Weinberger attracted attention with a subversive transfer of plants into urban space. He ripped up an area of pavement measuring 800 by 600 centimeters on Anton-Neumayr-Platz and left the fenced-off plot to its own devices. The area was planted by wind-dispersed seeds. Rubbish thrown over the fence by passersby wasn’t removed either: It was part of the artwork. As a metaphor for contemporary processes of migration, the work is more relevant than ever. (Barbara Herzog)

[1] Quoted from “Fragen an Lois Weinberger von Jessica Ullrich, Institut für Kunstwissenschaft und Ästhetik an der Universität der Künste und Bergit Arrends, Kuratorin am Nature History Museum, London, August / September 2010,” in Lois Weinberger, ed. Philippe van Cuteren (Ostfildern: Hatje Cantz, 2013), 63.

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