Torso der Amphitrite
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The Viennese sculptor, illustrator, and writer Annemarie
Avramidis discovered her passion for sculpture already from an
early age. After attending Oskar Kokoschka’s International
Summer Academy of Fine Arts, the School of Vision, in 1957, she
studied at the Academy of Fine Arts in Vienna. On account of
her great talent, she was the only woman to be admitted to Fritz
Wotruba’s master class. The human being has been the focus
of Avramidis’s artistic practice from the beginning. Her preferred
motifs include sleeping heads, classical torsos, and the
relationship between human, and sometimes animal, bodies.
Drawings and watercolors not only serve as preliminary
studies
for her sculptures; they also demonstrate her love of
poetry, which is also expressed in her own poems.
“Torso der Amphitrite” (Torso of Amphitrite) recalls the archaic
sculptures studied by the artist on her travels to Greece.
Throughout her life, Avramidis’s preferred material remains fine
crystalline marble, which she sculpts into graceful, lifelike
fragments of bodies. The beauty of the material reflects the
legendary allure of the nereid represented in the sculpture.
The unfinished manifested therein is a reference to humanity’s
limited knowledge of itself. [1] An important model for her is
Michelangelo—like him, Avramidis sees fragments of bodies in
unhewn stones. (Tina Teufel)
[1] Christa Lichtenstern, ed. Annemarie Avramidis (Munich: Hirmer Verlag, 2005), 15.
Bereits in jungen Jahren entdeckte die Wiener Bildhauerin,
Zeichnerin und Dichterin Annemarie Avramidis ihre Begeisterung
für Skulptur. Nach ihrem Besuch der als Schule des
Sehens bezeichneten Internationalen Sommerakademie für
Bildende Kunst von Oskar Kokoschka in Salzburg 1957
studierte sie an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Wegen ihrer großen Begabung gelang ihr als einzige Frau
der Eintritt in die Meisterklasse Fritz Wotrubas. In ihrem Werk
stellte Avramidis von Beginn an den Menschen in den Mittelpunkt
ihrer künstlerischen Praxis. Zu den bevorzugten Motiven
zählen schlafende Köpfe, der klassische Torso sowie das
Verhältnis von menschlichen sowie mitunter auch tierischen
Körpern zueinander. Zeichnungen und Aquarelle dienen
der Künstlerin nicht nur als Vorstudien zu ihren Skulpturen,
in ihnen wird auch ihre Liebe zur Poesie evident, der sie
ebenso in eigenen Gedichten Ausdruck verleiht.
Der „Torso der Amphitrite“ erinnert an jene archaischen
Skulpturen, welche die Künstlerin auf ihren Reisen in Griechenland
studiert hatte. Ihr bevorzugtes Material bleibt zeitlebens
feinkristalliner Marmor, den sie zu lebensechten anmutigen Körperfragmenten
bearbeitet. Die Schönheit des Materials spiegelt
den legendären Liebreiz der dargestellten Nereide wider.
Das Unvollendete, das sich in ihnen manifestiert, ist für die
Künstlerin ein Hinweis auf das mangelhafte Wissen des Menschen
über sich selbst. [1] Wichtiges Vorbild ist für sie
Michelangelo
– ähnlich wie er erkennt Avramidis in unbehauenen
Steinen Fragmente von Körpern. (Tina Teufel)
[1] Vgl. Christa Lichtenstern, Hg., Annemarie Avramidis, München: Hirmer Verlag, 2005, S. 15.


