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Utopia Work Station
Utopia Work Station
Utopia Work Station
cri:© Bildrecht, Wien 2024
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© Bildrecht, Wien 2024Bildrecht Foto: Rainer Iglar

Utopia Work Station

Künstler:in (geboren 1953)
Künstler:in (geboren 1965)
  • Wikipedia
  • GND
Date1998–2019
MediumAufblasbare Schneekuppel (PVC, Ventilator, Metallrahmen für den Eingang), Schreibtisch, Plexiglasabdeckung für den Schreibtisch mit Anleitung in Deutsch und Englisch, Stuhl, alte Schreibmaschine, Stapel weißes Papier, Papierkorb, Holzboden
Display DimensionsSkulptur / Plastik: 250 cm × 320 cm (2500 × 3200 mm)
ClassificationsSkulpturen, Objekte, Installationen
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg – Schenkung der Künstler_innen Museum der Moderne Salzburg—Donation by the artists
Object numberBS 17321
Provenance2022 Schenkung
About the work
Walter Martin and Paloma Muñoz belong to the community of cheerful pessimists who are not driven to despair by the absurdity of human actions and the incomprehensibility of the world, but rather respond with wit and irony to the impositions of modern life. For over thirty years they have been creating a dystopian microcosm of detailed snow globes, photographs, and sculptures. These lilliputian worlds depict an icy wilderness, snow-covered dark forests, or barren islands from which there is no escape. One or multiple people are ensnared in more or less hopeless or at least strange situations. Stranded in surreal-looking landscapes, they usually find themselves in an existential quandary.
"Wish and Weight" (2017) shows a man leaning his head against a tree in what is presumably a difficult emotional state, visualizing the neat ambiguity of wishing and weighing. We may be witnessing a “merry nightmare.” Lots of artificial snow is used to stage a miniaturist tragicomedy.
Martin and Muñoz have also created a proper site of reflection for contemplating future society models: "Utopia Work Station" (1998–2019) is an oversized and accessible snow globe in which visitors can design their own utopia. Here you sit in the transparent shell and strum a little etude into the keys of a typewriter. Then the next person comes along and starts all over again. As a result, a paper mountain of failed or discarded utopias is created. (Thorsten Sadowsky)
Walter Martin und Paloma Muñoz sind jener Gemeinde heiterer Pessimist_innen zuzurechnen, die an der Absurdität menschlichen Handelns und der Unverständlichkeit der Welt eben nicht verzweifeln, sondern stattdessen mit Witz und Ironie auf die Zumutungen des modernen Daseins reagieren. Seit über dreißig Jahren erschaffen sie mit detailliert gestalteten Schneekugeln, Fotografien und Skulpturen einen dystopischen Mikrokosmos. Diese Liliputwelten zeigen eine eisige Wildnis, tief verschneite dunkle Wälder oder aber karge Inseln, von denen es kein Entkommen gibt. Einzelne oder mehrere Personen sind hier in mehr oder weniger ausweglose oder zumindest eigenartige Situationen verstrickt. In surreal anmutenden Landschaften gestrandet, sind sie meist in existenzielle Zwickmühlen geraten.
Die Arbeit „Wish and Weight" (2017), die einen Mann in vermutlich schwieriger Gemütslage mit dem Kopf an einen Baum gelehnt zeigt, bemüht die hübsche Mehrdeutigkeit aus Wünschen einerseits und Abwägen anderseits. Möglicherweise werden wir Zeuge eines „lustigen Albtraums“; mit viel künstlichem Schnee wird eine miniaturistische Tragikomödie auf die Bühne gebracht.
Auch für das Nachdenken über künftige Gesellschaftsentwürfe hat das Künstlerduo einen geeigneten Denkort geschaffen: „Utopia Work Station" (1998–2019) ist eine überdimensionale und betretbare Schneekugel, in deren Innern Besucher_innen eine eigene Utopie entwerfen können. Hier sitzt man im transparenten Gehäuse und klimpert eine kleine Etüde in die Tasten einer Schreibmaschine. Dann kommt der oder die Nächste und beginnt aufs Neue – und so entsteht ein Papierberg aus gescheiterten bzw. entsorgten Utopien. (Thorsten Sadowsky)

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