When Scanners Meet
Serie
- # 7
Künstler:in
Günther Selichar
(geboren 1960)
Date2013–16
MediumInkjetdruck auf Papier
Display DimensionsFotopapier: 163 cm × 59 cm
ClassificationsFotografie
Credit LineMuseum der Moderne Sammlung – Schenkung des Künstlers
Object numberGF 2187
Provenance2022 Schenkung
Collections
DepartmentFotografie und Medienkunst
About the workThe rapid spread of equipment and processes that allow for the multiplication and reproduction of images within seconds has been a subject of Günther Selichar’s sustained interest since the early 1990s. For the series "When Scanners Meet" he points two office scanners at each other, making them capture the exact instant in the process of mutual scanning when the two devices, as it were, "look" at each other. Staging a kind of first meeting between two individuals who try to size up and categorize each other, Selichar transfers the initial encounter scene into the world of technology. "I aim two machines at one another—effectively siccing technology on itself—in order to uncover what happens inside the machines during this ‘cognitive process,’" the artist says.
The final product depends on the kind of scanner he uses. In some instances, the scanners take perfectly crisp photorealistic portraits of each other; in others, the images are blurry, suggesting a kinship with photography, where the choice of aperture and exposure are key to the quality of an image. Yet other pictures, taken by mobile office scanners, are abstractions reminiscent of musical scores. [Andrea Lehner-Hagwood, 2022]
Mit der rasch aufkommenden Verbreitung jener Apparate und Verfahren, mit deren Hilfe Bilder in Sekundenschnelle vervielfacht und reproduziert werden können, beschäftigt sich Günther Selichar seit den frühen 1990er-Jahren. In der Serie „When Scanners Meet" (Wenn Scanner aufeinandertreffen, 2013–2016) richtet er zwei Büroscanner aufeinander, die genau jenen Augenblick des gegenseitigen Scanvorgangs festhalten, in dem sich die beiden Geräte im übertragenen Sinne „anblicken". Wie bei einer ersten Begegnung zwischen zwei Personen, die versuchen, sich beiderseitig zu erfassen und einzuordnen, überträgt Selichar den Vorgang des ersten Aufeinandertreffens auf die Welt der Technik. „Ich richte dabei zwei Maschinen gegeneinander, quasi die Technologie gegen sich selbst, um hervorzuholen, was während dieses ,Erkenntnisprozesses‘ in den Maschinen passiert", so der Künstler.
Das Endergebnis hängt davon ab, welche Art von Scanner eingesetzt wird. Mal werden extrem klare, fotorealistische Aufnahmen hervorgebracht, mal sind die Bilder – wie in der Fotografie, wo Blendenöffnung und Belichtung ausschlaggebend für die Qualität des Bildes sind – von Unschärfe geprägt. Mit anderen, mobilen Büroscannern führt dies zu einem abstrakten Bildergebnis, das manchmal an Partituren erinnert. [Andrea Lehner-Hagwood, 2022]


