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Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2013
Second Nature
Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2013
cri:© Bildrecht, Wien 2024
Ausstellungsansicht, Museum der Moderne Salzburg, 2013
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© Bildrecht, Wien 2024

Second Nature

Künstler:in (geboren 1964)
Date1998
MediumSchwarz-Weiß-Fotografien auf Polystyrolplatten, Gipssockel und -plinthen, Alustäbe
Display DimensionsFoto: 8 x 17 cm
Foto: 16 x 20 cm
ClassificationsSkulpturen, Objekte, Installationen
Credit LineFotosammlung des Bundes am Museum der Moderne Salzburg
Object numberDLF 1414_1-20
Provenance2000 Dauerleihgabe
Bibliography
  • ÖKat Sal MdM 597Die Sammlungen : Spielen heißt verändern! Freies Spiel der Kräfte. Räume öffnen! Der Raum in unseren KöpfenMünchenHirmer2024192-193illustrated
  • ÖKat Sal MdM 598The collections : Playing rules! Breaking free. Breaking down walls! Body spaceMünchenHirmer2024192-193illustrated
Georgia Creimers künstlerische Arbeiten bestechen durch die Fülle an formalen und inhaltlichen Zugängen. Die seit 1986 in Wien lebende brasilianische Künstlerin verbindet in ihrem Schaffen so unterschiedliche Medien wie Fotografie, Objekt und Installation. Für „Second Nature“ montierte sie Schwarz-Weiß- Fotografien von Pflanzen auf biegsame Aluminiumstäbe und überführt die dreidimensionale Vorlage ins Zweidimensionale, um sie schlussendlich wieder in eine raumgreifende Anordnung münden zu lassen.
Das sich sanft im Luftzug bewegende Gestänge verweist auf die eng verflochtene Beziehung zwischen Mensch, Kunst und Natur und öffnet eine Vielzahl von Assoziationsräumen: Die dekorativ auf kleinen Sockeln drapierten Blüten und Gräser können als Symbole für die Schönheit und ihre rasche Vergänglichkeit gelesen werden. Ihre Erhöhung auf Podesten persifliert philosophische Denkmodelle des Erhabenen in der Natur. Der Begriff „Zweite Natur“ spielt wiederum auf festgefahrene Gewohnheiten an, die das ursprüngliche Wesen eines Menschen überlagern und schließlich ersetzen. Es stellt sich die Frage, ob der Anblick der Installation dieselben Empfindungen auslöst wie der Anblick einer realen Blumenwiese. Sollte dem so sein, dann wäre uns Creimers Surrogat zur zweiten Natur geworden. (Barbara Herzog)
Georgia Creimer’s art captivates with its abundance of content and formal approaches. The Brazilian artist, who has lived in Vienna since 1986, combines a variety of media in her work including photography, objects, and installations. For “Second Nature”, she mounted black-and-white photographs of plants on flexible aluminum rods, transferring the three-dimensional model into the two-dimensional and ultimately channeling it back into a space-filling structure.
The rods move gently in the breeze and reference the close relationship between humans, art, and nature, opening up a multitude of associative spaces: The flowers and grasses, spread out decoratively on small pedestals, can be read as symbols of beauty and its ephemerality. Their elevation on pedestals satirizes philosophical notions of the sublime in nature. The phrase “second nature,” on the other hand, refers to the entrenched habits that overlay, and ultimately replace, a human being’s original nature. It asks us: Does the sight of the installation evoke the same feelings as the sight of a real wildflower meadow? If it does, then Creimer’s surrogate would become second nature to us. (Barbara Herzog)

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