A Harlot's Progress
Künstler:in
William Hogarth
(1697 - 1764)
Date1732; publ. 1798
MediumFolge von 6 Kupferstichen
Display DimensionsBlatt: 42,5 cm × 54,2 cm (425 × 542 mm)
ClassificationsGrafik
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg
Object numberBA 14628_1-6
Provenance1996 Ankauf
About the workIn his autobiographical notes, William Hogarth recalls a decision that proved decisive for his career. Having failed to win the commercial success he had sought as a painter of portraits and genre scenes, he “turned [his] thoughts to a still more novel mode, viz. painting modern moral subjects, a field not broken up in any country or in any age.” He made his debut in the new mode with “A Harlot’s Progress,” a series of prints tracing the arc of a prostitute’s rise and fall: M. Hackabout, an innocent country girl, arrives in London, where she is ensnared in a procuress’s web. She briefly establishes herself as a rich merchant’s courtesan yet stumbles over her lifestyle. The young woman is arrested on charges of theft and dies of syphilis at the tender age of twenty-three, as the inscription on the coffin lid indicates.
Hogarth’s drawings teem with covert symbols and allusions to contemporary events. The dead goose in the first engraving, for example, not only betokens the fate that awaits the protagonist, it also symbolizes the shady milieu in which she will find herself as a “Winchester goose”, then a common euphemism for prostitutes. And the man standing in front of the decaying inn is Colonel Francis Charteris, who was notorious for his sexual assaults on young women. His trial for rape in 1730 was a media sensation. He was sentenced to death, only to be pardoned by King George II before a month had passed. [Barbara Herzog, 2022]
Hogarth’s drawings teem with covert symbols and allusions to contemporary events. The dead goose in the first engraving, for example, not only betokens the fate that awaits the protagonist, it also symbolizes the shady milieu in which she will find herself as a “Winchester goose”, then a common euphemism for prostitutes. And the man standing in front of the decaying inn is Colonel Francis Charteris, who was notorious for his sexual assaults on young women. His trial for rape in 1730 was a media sensation. He was sentenced to death, only to be pardoned by King George II before a month had passed. [Barbara Herzog, 2022]
In seinen autobiografischen Aufzeichnungen berichtet William Hogarth von einer für seine Karriere wesentliche Entscheidung. Da er mit dem Malen von Porträts und Genreszenen nicht den gewünschten kommerziellen Erfolg erzielte, setzte er „auf eine ganz neue Richtung, nämlich das Malen und Stechen von modernen moralischen Themen – ein bisher in keinem Land zu keiner Zeit behandeltes Feld.“ Den Auftakt machte „A Harlot’s Progress“, eine Grafikserie, die den Aufstieg und Fall einer Prostituierten nachzeichnet: M. Hackabout kommt als unschuldiges Mädchen aus der Provinz nach London und gerät in die Fänge einer Kupplerin. Sie kann sich für kurze Zeit als Kurtisane eines reichen Kaufmanns etablieren, scheitert aber aufgrund ihres Lebenswandels. Die junge Frau wird wegen Diebstahls verhaftet und stirbt bereits mit 23 Jahren, wie uns die Inschrift auf dem Sargdeckel verrät, an der Syphilis.
In Hogarths Zeichnungen wimmelt es von versteckten Symbolen und Anspielungen auf aktuelle Ereignisse. So weist die tote Gans im ersten Blatt nicht nur auf das Schicksal hin, das die Protagonistin erwartet, sondern auch auf das halbseidene Milieu, in das sie als „Winchester goose“ hineingeraten wird, wie man damals Prostituierte bezeichnete. Und bei dem Mann, der vor der verfallenen Gastwirtschaft steht, handelt es sich um Colonel Francis Charteris, der für seine sexuellen Übergriffe auf junge Frauen berüchtigt war. Unter großem medialen Interesse wurde er 1730 wegen Vergewaltigung angeklagt und zum Tode verurteilt, aber bereits einen Monat später von König Georg II. begnadigt. [Barbara Herzog, 2022]
In Hogarths Zeichnungen wimmelt es von versteckten Symbolen und Anspielungen auf aktuelle Ereignisse. So weist die tote Gans im ersten Blatt nicht nur auf das Schicksal hin, das die Protagonistin erwartet, sondern auch auf das halbseidene Milieu, in das sie als „Winchester goose“ hineingeraten wird, wie man damals Prostituierte bezeichnete. Und bei dem Mann, der vor der verfallenen Gastwirtschaft steht, handelt es sich um Colonel Francis Charteris, der für seine sexuellen Übergriffe auf junge Frauen berüchtigt war. Unter großem medialen Interesse wurde er 1730 wegen Vergewaltigung angeklagt und zum Tode verurteilt, aber bereits einen Monat später von König Georg II. begnadigt. [Barbara Herzog, 2022]


