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Ohne Titel (Sakkos, Details)
Ohne Titel (Sakkos, Details)
Ohne Titel (Sakkos, Details)
cri:© Bildrecht, Wien 2024
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© Bildrecht, Wien 2024

Ohne Titel (Sakkos, Details)

Künstler:in (geboren 1944)
Date1993
MediumSilbergelatineabzug
Display DimensionsFoto: 30,4 cm × 40,2 cm
ClassificationsFotografie
Credit LineFotosammlung des Bundes am Museum der Moderne Salzburg
Object numberDLF 1006_1-4_1
Provenance1996 Dauerleihgabe
About the work
Donning an article of clothing is an act of individual transformation: the bearer puts on a jacket, covers his or her body with a coat, or disappears in a costume. But textiles are more than mere wraps or coverings; first of all, they are independent objects. Wearers become temporary exhibition opportunities, whereby garment sculptures make a passing performance. Kandl pursued the independent life of clothes on the bodies of passersby already in his street portraits. He is thus extremely interested in the clothing of his “Wiener Modelle” (Viennese Models) who appear involuntarily in front of the camera, on the street, on a train platform, or at the flea market. In Kandl’s “Sakko” series, the items of clothing have shed their bearers and exist as temporary sculptures in the amorphous domain of the photo studio. The items of clothing become objects arranged, lit, and focused on as though in a setting. They thus become hybrid forms between still life and sculpture, which can unfold their three-dimensional presence only in the photographic image. In this working group, for the first time, Kandl employs to the same extent, the classical black-and-white technique of silver prints and classical color processes. This allows him to create chromogenic color prints from analogue shots in the darkroom using the traditional RA4 process, which by means of an elaborate and tedious work process guarantees a rich color spectrum that can be finely adjusted. (Margit Zuckriegl)
Das Anlegen eines Gewandes ist ein Akt der individuellen Veränderung: der Träger legt sich eine Jacke um, umhüllt seinen Körper mit einem Mantel, verschwindet in einem Kostüm. Doch das Textil ist mehr als nur Überwurf oder Hülle, es ist in erster Linie ein eigenständiges Objekt. Trägerin und Träger werden zu einer temporären Ausstellungsmöglichkeit, in der die Gewandskulptur einen vorübergehenden Auftritt absolviert. Leo Kandl verfolgt schon in seinen Straßenporträts das Eigenleben der Gewänder an den Körpern der Passanten. Umso mehr interessiert er sich für die Kleidungen seiner „Wiener Modelle“, die ihm unwillkürlich vor die Kamera treten, auf der Straße, auf einem Bahnsteig, am Flohmarkt. In Kandls „Sakko“-Serie haben sich die Kleidungsstücke ihrer Träger entledigt und existieren als temporäre Skulpturen im amorphen Wirkungsraum des Fotostudios. Die Kleidungsstücke werden zu Objekten, die wie in einem Setting arrangiert, ausgeleuchtet und anvisiert werden. Sie werden so zu einer hybriden Form zwischen Stillleben und Skulptur, die lediglich im fotografischen Bild ihre dreidimensionale Präsenz entfalten können. In dieser Werkgruppe arbeitet Leo Kandl erstmals gleichermaßen mit der klassischen Schwarz-Weiß-Technik der Silbergelatine-abzüge wie auch mit dem klassischen Farbverfahren. Dieses ermöglicht es ihm von analog gemachten Aufnahmen, chromogene Farbabzüge in der Dunkelkammer nach dem traditionellen RA4-Verfahren herzustellen, das mittels eines aufwändigen und langwierigen Arbeitsprozesses ein reiches und fein modulierbares Farbspektrum garantiert. (Margit Zuckriegl)

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