common crazy III
Künstler:in
Birke Gorm
(geboren 1986)
Date2020
MediumSackleinen, Segeltuch, Krawattenfutter, Garn, Ösen
Display DimensionsDarstellung: 154 cm × 140 cm (1540 × 1400 mm)
ClassificationsSkulpturen, Objekte, Installationen
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg – Ankauf aus Mitteln der Galerienförderung des Bundes
Museum der Moderne Salzburg – Acquisition from Federal Gallery Funds
Object numberBA 17333
Provenance2022 Ankauf
Collections
Bibliography
- ÖKat Sal MdM 598The collections : Playing rules! Breaking free. Breaking down walls! Body spaceMünchenHirmer2024252-255illustrated
- SKat 254Die Sammlungen : Spielen heißt verändern! Freies Spiel der Kräfte. Räume öffnen! Der Raum in unseren KöpfenMünchenHirmer2024252-255illustrated
- ÖKat Sal MdM 602The collections : Body spaceSalzburgMuseum der Moderne Salzburg202439
- SKat 255The collections : Playing rules! Breaking free. Breaking down walls! Body spaceMünchenHirmer2024252-255illustrated
- SKat 257The collections : Body spaceSalzburgMuseum der Moderne Salzburg202439
- The Frau 49The work of a common womanLondonOnlywoman Press198565
- ÖKat Sal MdM 597Die Sammlungen : Spielen heißt verändern! Freies Spiel der Kräfte. Räume öffnen! Der Raum in unseren KöpfenMünchenHirmer2024252-255illustrated
- ÖKat Sal MdM 601Die Sammlungen : Der Raum in unseren KöpfenSalzburgMuseum der Moderne Salzburg202439
- SKat 256Die Sammlungen : Der Raum in unseren KöpfenSalzburgMuseum der Moderne Salzburg202439
Das Sammeln von Material steht im Mittelpunkt von Birke
Gorms Kunst. Sie arbeitet vor allem mit rohen, leicht zugänglichen
und nicht besonders wertvollen Materialien, die sie
entweder in ihrer unmittelbaren Umgebung gefunden oder
einfach und günstig erworben hat.
Besonders gern arbeitet Birke Gorm mit rohen Textilien und gebrauchten Getreidesäcken aus der Landwirtschaft, die sie auf sehr zeitintensive Weise vernäht und bestickt. Für die Wandarbeit „common crazy III“ aus dem Jahr 2020 greift sie auf die traditionelle Technik des Crazy Quilting zurück, bei der verschiedene Stoffreste mit hervorgehobenen Nähten zusammengefügt werden. Die Qualität der Quilts hing von ihrem Herstellungsort ab. Während sie in ländlichen Gebieten meist aus groben Textilien wie Sackleinen gefertigt wurden, verwendete man in Städten edlere Stoffe wie beispielsweise Reste von Seidenkrawatten. Der Werktitel bezieht sich auf die gleichnamige Gedichtsammlung der amerikanischen Lyrikerin und politischen Aktivistin Judy Grahn aus dem Jahr 1969, die in ihren Werken den lesbischen Frauen aus der Arbeiterklasse, die in der feministischen Bewegung unterrepräsentiert sind, eine Stimme gibt, um die Solidarität und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Frauen aus den unteren sozialen Schichten zu stärken. Jedes Gedicht porträtiert einen bestimmten Charakter, gleichwohl kann die „gewöhnliche Frau“ jede Frau sein. (Barbara Herzog / Marijana Schneider)
Besonders gern arbeitet Birke Gorm mit rohen Textilien und gebrauchten Getreidesäcken aus der Landwirtschaft, die sie auf sehr zeitintensive Weise vernäht und bestickt. Für die Wandarbeit „common crazy III“ aus dem Jahr 2020 greift sie auf die traditionelle Technik des Crazy Quilting zurück, bei der verschiedene Stoffreste mit hervorgehobenen Nähten zusammengefügt werden. Die Qualität der Quilts hing von ihrem Herstellungsort ab. Während sie in ländlichen Gebieten meist aus groben Textilien wie Sackleinen gefertigt wurden, verwendete man in Städten edlere Stoffe wie beispielsweise Reste von Seidenkrawatten. Der Werktitel bezieht sich auf die gleichnamige Gedichtsammlung der amerikanischen Lyrikerin und politischen Aktivistin Judy Grahn aus dem Jahr 1969, die in ihren Werken den lesbischen Frauen aus der Arbeiterklasse, die in der feministischen Bewegung unterrepräsentiert sind, eine Stimme gibt, um die Solidarität und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Frauen aus den unteren sozialen Schichten zu stärken. Jedes Gedicht porträtiert einen bestimmten Charakter, gleichwohl kann die „gewöhnliche Frau“ jede Frau sein. (Barbara Herzog / Marijana Schneider)
Collected materials form the focus of Birke Gorm’s art. She
mainly works with raw, accessible, relatively valueless materials
that she has found either in her immediate environment or
acquired easily for a low cost.
Birke Gorm prefers working with raw textiles and used agricultural grain sacks, which she sews and embroiders in an elaborate, time-consuming process. For the wall piece “common crazy III“ from 2020, she turns to the traditional technique of crazy quilting, which involves sewing together various fabric remnants with heavily embellished seams. The materials for the quilts were determined by the places where they were made. In rural areas, they were made mostly from coarse textiles such as burlap; in cities, meanwhile, more refined fabrics were used, such as the remnants of silk ties.
The title of the work refers to the eponymous poetry collection from 1969 by the American poet and political activist Judy Grahn, whose works give a voice to working-class lesbians— a group underrepresented in the feminist movement— to enhance feelings of solidarity and belonging among women from lower social classes. While every poem portrays a specific character, the “ordinary woman” can be just as easily be every woman. (Barbara Herzog / Marijana Schneider)
Birke Gorm prefers working with raw textiles and used agricultural grain sacks, which she sews and embroiders in an elaborate, time-consuming process. For the wall piece “common crazy III“ from 2020, she turns to the traditional technique of crazy quilting, which involves sewing together various fabric remnants with heavily embellished seams. The materials for the quilts were determined by the places where they were made. In rural areas, they were made mostly from coarse textiles such as burlap; in cities, meanwhile, more refined fabrics were used, such as the remnants of silk ties.
The title of the work refers to the eponymous poetry collection from 1969 by the American poet and political activist Judy Grahn, whose works give a voice to working-class lesbians— a group underrepresented in the feminist movement— to enhance feelings of solidarity and belonging among women from lower social classes. While every poem portrays a specific character, the “ordinary woman” can be just as easily be every woman. (Barbara Herzog / Marijana Schneider)

