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loaf of meat (3805g)
loaf of meat (3805g)
loaf of meat (3805g)
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Foto: Croy Nielsen

loaf of meat (3805g)

Künstler:in (geboren 1986)
  • GND
Date2020
MediumTerrakottaziegel, Terrakottakieselsteine, Stoff, Weizenkörner, Metallteile
Display DimensionsSkulptur / Plastik: 51 cm × 17 cm × 10 cm (510 × 170 × 100 mm)
ClassificationsSkulpturen, Objekte, Installationen
Credit LineMuseum der Moderne Salzburg – Ankauf aus Mitteln der Galerienförderung des Bundes Museum der Moderne Salzburg – Acquisition from Federal Gallery Funds
Object numberBA 17334
Provenance2022 Ankauf
About the work
Das Sammeln von Material steht im Mittelpunkt von Birke Gorms Kunst. Sie arbeitet vor allem mit rohen, leicht zugänglichen und nicht besonders wertvollen Materialien, die sie entweder in ihrer unmittelbaren Umgebung gefunden oder einfach und günstig erworben hat.
Der Körper der Figuren in beiden Werken „loaf of meat“ besteht jeweils aus einem Ziegelstein aus Terrakotta. Die Gliedmaße formt die Künstlerin aus am Strand gefundenen Terrakottakieselsteinen. Jutekissen, gefüllt mit Weizenkörnern und gespickt mit Metallabfällen, beispielsweise Nägeln oder Resten von Getränkedosen, bilden dicke Bäuche. Die Figuren wirken wie schwangere Kämpfer, ein Eindruck, der durch die Kopfbedeckungen aus Töpfen und Krügen noch verstärkt wird. Der Wahrnehmung von Schwangerschaft als Zustand der Schwäche zuwiderlaufend, ist hier der Bauch Teil der Kampfausrüstung und damit ein Zeichen der Stärke. (Barbara Herzog / Marijana Schneider)
Collected materials form the focus of Birke Gorm’s art. She mainly works with raw, accessible, relatively valueless materials that she has found either in her immediate environment or acquired easily for a low cost.
Birke Gorm prefers working with raw textiles and used agricultural grain sacks, which she sews and embroiders in an elaborate, time-consuming process. For the wall piece “common crazy III“ from 2020, she turns to the traditional technique of crazy quilting, which involves sewing together various fabric remnants with heavily embellished seams. The materials for the quilts were determined by the places where they were made. In rural areas, they were made mostly from coarse textiles such as burlap; in cities, meanwhile, more refined fabrics were used, such as the remnants of silk ties.
The title of the work refers to the eponymous poetry collection from 1969 by the American poet and political activist Judy Grahn, whose works give a voice to working-class lesbians— a group underrepresented in the feminist movement— to enhance feelings of solidarity and belonging among women from lower social classes. While every poem portrays a specific character, the “ordinary woman” can be just as easily be every woman. [Barbara Herzog / Marijana Schneider, 2024]
Collected materials form the focus of Birke Gorm’s art. She mainly works with raw, accessible, relatively valueless materials that she has found either in her immediate environment or acquired easily for a low cost.
The body of the figures in the two works titled “loaf of meat” are made from a terra-cotta brick. The artist forms the limbs from terra-cotta pebbles found on the beach. Jute pillows filled with grains of wheat and peppered with scrap metal, such as nails or parts of beverage cans, create rounded stomachs. The figures look like pregnant warriors, an impression enhanced by headpieces made from pots and jars. Countering the perception of pregnancy as a state of weakness, the stomach forms part of the armor and is thus a symbol of strength. (Barbara Herzog / Marijana Schneider)
Das Sammeln von Material steht im Mittelpunkt von Birke Gorms Kunst. Sie arbeitet vor allem mit rohen, leicht zugänglichen und nicht besonders wertvollen Materialien, die sie entweder in ihrer unmittelbaren Umgebung gefunden oder einfach und günstig erworben hat.
Besonders gern arbeitet Birke Gorm mit rohen Textilien und gebrauchten Getreidesäcken aus der Landwirtschaft, die sie auf sehr zeitintensive Weise vernäht und bestickt. Für die Wandarbeit „common crazy III“ aus dem Jahr 2020 greift sie auf die traditionelle Technik des Crazy Quilting zurück, bei der verschiedene Stoffreste mit hervorgehobenen Nähten zusammengefügt werden. Die Qualität der Quilts hing von ihrem Herstellungsort ab. Während sie in ländlichen Gebieten meist aus groben Textilien wie Sackleinen gefertigt wurden, verwendete man in Städten edlere Stoffe wie beispielsweise Reste von Seidenkrawatten. Der Werktitel bezieht sich auf die gleichnamige Gedichtsammlung der amerikanischen Lyrikerin und politischen Aktivistin Judy Grahn aus dem Jahr 1969, die in ihren Werken den lesbischen Frauen aus der Arbeiterklasse, die in der feministischen Bewegung unterrepräsentiert sind, eine Stimme gibt, um die Solidarität und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Frauen aus den unteren sozialen Schichten zu stärken. Jedes Gedicht porträtiert einen bestimmten Charakter, gleichwohl kann die „gewöhnliche Frau“ jede Frau sein. [Barbara Herzog / Marijana Schneider, 2024]

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